Sieben Schritte auf dem Weg zu meiner eigenen guten Balance zwischen Beruf, Liebe und Lebensart:

Auf der Suche nach der besseren Balance der Lebensbereiche

von Dr. Christian Bernreiter

 

3. Schritt: Auf der Suche nach der besseren Balance der Lebensbereiche

Bestimmt nur die Arbeit Dein aktuelles Leben? Verbringst Du viel Zeit damit, eifrig und voller Pflichtbewusstsein Deine Arbeiten zu erledigen?

„Ein Mensch sagt – und er ist stolz darauf –
er geh in seinen Pflichten auf.
Bald aber – nicht mehr ganz so munter,
geht er in seinen Pflichten unter.“
E. Roth (1895 – 1976)

 

Kennst Du das Empfinden in den „Pflichten“ aufzugehen, mit vollem Elan und viel Energie Deine Aufgaben zu tun? Kennst Du auch die andere Seite, in den „Pflichten“ unterzugehen, den Überblick über die vielen Aufgaben zu verlieren? Die Kunst des Lebens bestünde darin immer wieder eine gute Balance zu finden, zwischen diesen beiden Seiten.

„Keine Maßnahme ohne Diagnose.“ Um Deine einzelnen Lebensbereiche zu erkennen und klar zu ordnen beginnen wir zunächst mit einer realistischen Diagnose. Schau Dir Deine einzelnen Lebensbereiche nach einander an. Ich empfehle dafür das Lebens-Balance-Modell, vom Begründer der Positiven Psychotherapie Nossrath Pescheskian (1933–2010).

 

„Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.

Marc Aurel

 

Dazu ein paar Reflexionen und Übungen:

Gehe folgenden Fragestellungen nach und notiere Dir dazu auf einem Blatt Papier.
Wie viel Lebenszeit und Lebensenergie investiere ich in:

  • Arbeit und Leistung?
  • Beziehungen und Kontakte?
  • Körper und Gesundheit?
  • Sinn- und Zukunftsfragen?

 

Wenn Du damit fertig bist, dann widme dich folgender Aufgabe:

  1. Erstellen Sie eine realistische Diagnose (in %). Du hast 100% Lebensenergie. Nicht mehr. Ordne diese Lebensenergie einer realistischen Ersteinschätzung in Prozent zu. Was sagst Du selber zu dieser Aufteilung? Wie fühlt es sich an – es schwarz auf weiß zu lesen?
  2. Entwickele daraus eine realisierbare Option, die Dir hilft, in eine lebbare Balance der Lebensbereiche zu kommen. Was könntest Du verändern? Was möchtest Du verändern? Passt das so? Wo fließt viel Energie hin? Wo wenig? Welcher Lebensbereich liegt brach? Und warum?
  3. Rede darüber mit einem Vertrauten. Kommen Sie ins Gespräch mit einem vertrauen Menschen. Bringen Sie Ihr Leben in Sprache. Es wirkt befreiend und tut gut.
  4. Bitte ihn/sie um ein Feedback. Wie sieht Dein Vertrauter diese Graphik Deiner aktuellen Lebensenergie-Verteilung und zu Deiner Wunsch-Verteilung?
  5. Triff an dieser Stelle jetzt Vereinbarungen mit Dir selber. Finde einen, für Dich gut portionierbaren Lösungsweg. Nicht zu viel und nicht zu wenig.
  6. Überprüfe diese Vereinbarungen „liebevoll“ in einem Monat wieder. Schau Dir die Aufteilung noch einmal an. Was hat sich verändert? Wie liest es sich nach einem Monat? Was empfindest Du dabei?
  7. Achte auf die kleinen aber spürbaren Veränderungen. In Dir und in Deiner Umgebung. „Was Du beachtest, das wächst“, hat bereits Johann Wolfgang Goethe beobachtet.
  8. Freue Dich über kleine Erfolge. Freue Dich über Dich. Nimm Dich in Deiner Einzigartigkeit wahr.

 

„ Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört,
mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen,
dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „Reife“.

Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag, 16. April 1959

 

Im vierten Schritt geht es darum: Wie finde ich mein Ziel und meine Vision?
Viel Freude beim üben. Gib diese Übung gerne an Freunde weiter.

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