Sieben Schritte auf dem Weg zu meiner eigenen guten Balance zwischen Beruf, Liebe und Lebensart:

Vision und Ziel

von Dr. Christian Bernreiter

4. Schritt: Wie finde ich meine Vision und mein Ziel

Zielloses Flanieren hat seinen Reiz. Eine längere Wanderung und eine Reise brauchen aber ein beschreibbares Ziel. Erst vom Ziel her lässt sich die Länge des Weges, die notwenige Kondition und die erforderliche Ausrüstung erkennen. Wenn Du mit dem Auto einfach losfährst, und hast kein Ziel vor Augen, dann wird bereits die erste Ampel zum Problem! Nicht so, wenn Du das Ziel kennst, und Dich über den Weg dorthin aktiv kundig gemacht hast.

Im übertragenen Sinne gelten diese Aspekte auch für das eigene Leben.

In diesem Schritt wollen wir Dich anregen, das eigene Lebensbild bzw. Leitbild zu entwickeln. Mit dem Verbum „entwickeln“ meinen wir, und das haben wir an dieser Stelle in vielen Beratungen schon oft erlebt, dass jeder sein Bild von seinem eigenen Leben ja längst schon in sich trägt. Es braucht an dieser Stelle lediglich einen „Entwicklungs-Vorgang“, wie man früher, in vordigitalen

Zeiten, in der Dunkelkammer einen Film entwickelt hat. Im Dunkeln entwickelte sich das auf dem Film durch Licht gespeicherte Bild. Und wenn es sichtbar wurde, musste man es im Fixierbad stabilisieren. Es geht also in diesem Schritt darum, etwas in Dir zu entdecken, was bereits da ist. Aber eben zugedeckt ist!

 

Die Lage ist hoffnungslos,
aber nicht ernst.“

Paul Watzlawick

 

Ihr Leitbild hat Sie (ja) bis heute bereits geleitet. Also solltest Du das Bild in Dir kennen und vielleicht verändern. Mit einem Satz von einem Genie wollen wir Dich anregen, Deine inneren Bilder anzuschauen und dir bewusst zu machen. Der Psychoanalytiker und Therapeut Carl Gustav Jung sagt, was jeder aus eigener Erfahrung durchaus bestätigen kann:

 

„Ich habe nämlich die Beobachtung gemacht, dass ein zielgerichtetes Leben im Allgemeinen ein besseres, reicheres, gesünderes ist, als ein zielloses, und dass es besser ist, mit der Zeit vorwärts als gegen die Zeit rückwärts zu gehen.

Carl Gustav Jung

 

Hast Du Lust bekommen, Dein eigenes Lebensbild bzw. Leitbild in Worte oder in ein Bild zu bringen? Die erste Aufgabe ist, „Mein Lebens-Leit-Bild“ in Worte fassen. Wie ist Dein Bild von Dir in 3-5 Jahren. Nimm dafür einen überschaubaren Zeitraum. Nicht zu weit weg und auch nicht gleich morgen! Wenn das Bild von Dir klar ist/wird, kann der Weg dorthin gegangen werden. Dann weißt Du, was Du zu tun hast oder in welche Richtung du zu gehen hast.

 

 

 

Dazu ein paar Reflexionen und Übungen:

Aufgabe 1: Mein Lebens-Leit-Bild:

  • Schreibe Dein Bild von Dir auf: Wie möchtest Du sein? Finde dafür 2-3 Sätze. Verwende Worte die für Dich passen. Es ist Dein persönlicher Text.
  • Lies Dir diesen Text laut vor. Mehrmals höre den Text von Dir selber gesprochen. Was geht in Dir vor, wenn du den Text durchgehst?
  • Nimm Veränderungen im Text vor, wenn es an einer Stelle nicht passt. Mach es passend. Wie Dein Leben auch – Du hast es in der Hand. „Sei Deines Glückes Schmied.“
  • Sprich mit einem vertrauten Menschen über diesen Text. Lies Dein Leitbild einem vertrauen Menschen vor. Lass Dir Rückmeldung geben.

 

Aufgabe 2: Die Vision konkretisieren:

  • Wie sieht mein Leben aus, wenn diese Vision Wirklichkeit ist?
  • Welche Art von Fähigkeiten werde ich haben?
  • Wie gesund und zufrieden bin ich?
  • Wie sieht die berufliche Situation aus?
  • Welchen Nutzen haben die Menschen mit denen ich arbeite?

 

Aufgabe 3: Meine Lebensziele formulieren:

  • Wohin will ich kommen? Was möchte ich erreichen?
  • Wie sieht mein Ziel aus?
  • Ich versuche es klar zu formulieren
  • In 15 Minuten aufschreiben / ausdenken / ausmalen
  • Und dann einem anderen anvertrauen. Ins Gespräch gehen mit einem vertrauten Menschen.

 

Ein bedeutender Zeitgenosse, der die Welt nachhaltig geprägt hat, war Steve Jobs, der Begründer von Apple. Hier ein kurzer Ausschnitt aus seiner Rede an Studierende:

 

„Sucht, was euch am Herzen liegt“.

„Man muss herausfinden, was einem wichtig ist. Das gilt für die Arbeit wie für die Liebesbeziehungen. Die Arbeit wird einen Großteil Ihres Lebens einnehmen, aber wirklich erfüllt ist man nur, wenn man weiß, dass es etwas wirklich Großes ist. Und das geht nur, wenn man seine Arbeit liebt. Wie bei allen Herzens-angelegenheiten weiß man, dass es das Richtige ist, wenn man es gefunden hat. Suchen Sie also so lange, bis Sie das Richtige gefunden haben. Arrangieren Sie sich nicht.“.

Steve Jobs (1955-2011) Gründer von Apple, vor Studenten der Standfort University am 12.6.2015

„Binde deinen Karren
an einen Stern!“.

Leonardo da Vinci

 

Im fünften Schritt geht es darum: Was ist meine Lebensenergie und wofür setze ich die Energie ein.
Viel Freude beim üben. Gib diese Übung gerne an Freunde weiter.

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