– Präsenz – Ganz Da sein –

Sieben Schritte auf dem Weg zu meiner eigenen guten Balance zwischen Beruf, Liebe und Lebensart:

Wer bin ich? Wer kann und will ich werden?

Eine aktuelle Corona-Studie zeigt: Junge Menschen nutzen Lockdown zur persönlichen Entwicklung. Warum nur die Jüngeren?

Nutzen Sie die Zeit der reduzierten Außenmöglichkeiten um Ihre eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln und eine Freundschaft mit sich selbst zu vertiefen. Optimieren Sie in sieben Schritten Ihre eigene gute Balance zwischen Beruf, Liebe und Lebensart!

  

1. Schritt: Präsenz – Ganz Da sein

Ein Zen-Schüler fragt seinen Meister: „Was unterscheidet den Zen-Meister von einem Zen-Schüler?“ Der Zen-Meister antwortet: „Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich.“ „Wieso? Das mache ich doch auch.“

Der Zen-Meister antwortet: „Wenn du gehst, denkst du ans Essen und wenn du isst, dann denkst du ans Schlafen. Wenn du schlafen sollst, denkst du an alles Mögliche. Das ist der Unterschied.“ 

Fühlen Sie sich durch diese Geschichte angesprochen? Sieht ihr Alltag manchmal auch so aus, dass Sie sich eine Sache vorgenommen haben und Sie sich auf dem Weg der Erledigung dieser Sache vielen anderen Dingen widmen? So durcheinander sieht es häufig auch in unserem Kopf aus.

Andreas Knuf beschreibt in seinem Buch „Ruhe da oben!“ den Weg hin zu einem gelassenen Geist. Zu einem Leben im Hier und Jetzt, in dem Sie selber in einer großen Verantwortung für sich selbst ihr eigenes Leben gestalten.

Der bayerische „Philosoph“ Karl Valentin hat das in seiner Art treffend beschrieben, was unsere Aufgabe ist: sich selbst zu besuchen, in der Hoffnung, sich selber auch zu finden.

Der Lebens-Lern-Weg beginnt immer wieder bei sich selber. Und das scheint heute schwieriger denn je zu sein. Wir haben viele Möglichkeiten der Ablenkung, um nicht allein mit uns selbst zu sein. Sherry Turkle, eine engagierte Vorkämpferin für das Internet, sagt: „Erst das Alleinsein ermöglicht, sich selber zu finden und mit anderen eine Bindung einzugehen. Können wir das nicht, wenden wir uns den anderen zu, um uns nicht zu ängstigen, ja um uns überhaupt erst lebendig zu fühlen. Einer Generation, die Alleinsein als Vereinsamung erfährt, mangelt es an Autonomie.“

(Sherry Turkle, „Wir sind zusammen allein“ SZ Magazin Nr. 30, 27. 7. 2012)

Mit welchen Impulsen kann ich meine Präsenz erhöhen? 

  • Bitte überlege Dir, wieviel Zeit Du mit Dir allein, ohne Handy, ohne Radio, ohne Fernsehen, ohne soziale Medien, ohne eine Tätigkeit verbringen kannst?
  • Wenn Du Dich selber besuchst – bist Du gastfreundlich zu Dir selbst?
  • Wie lange dauert der Besuch?
  • Oder schaust Du nur kurz bei Dir vorbei?
  • Die Qualität der Beziehung zu sich selber prägt die Qualität der Beziehung zu anderen.
  • Kannst Du den Augenblick genießen? Nur mit Dir?

Dazu ein paar Reflexionen und Übungen: 

Nimm Dir Zeit und übe den Augenblick, hier und jetzt zu sein.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Jeder von uns hat eine Vergangenheit, erlebt die Gegenwart und denkt an die Zukunft. Um das Leben in vollen Zügen genießen zu können, gibt es allerdings nur eine Zeit: Das Hier und Jetzt, sprich: die Gegenwart, in der wir leben.

Warum das so ist? Im Prinzip ganz einfach: Die Vergangenheit ist vergangen und die Zukunft steht noch aus. Manchmal ist die Zukunft früher da, als wir vorbereitet sind. Die Gegenwart, das Hier und Jetzt: Der einzige Zeitpunkt, an dem Leben wirklich stattfindet. Nimm Dir Zeit, oder besser: schenk dir einen kleinen Moment Zeit und mache dir bewusst, dass du ein- und ausatmest

und: Dass du lebst. Dass du fühlst. Dass du über dein Leben bestimmst. Du selbst lebst dein Leben. Schau‘ dich um und versuche etwas zu entdecken, was dir Freude bereitet. Das kann ein schöner Alltagsgegenstand auf deinem Schreibtisch sein, Schäfchenwolken am blauen Himmel, Blumen oder Pflanzen in deiner Wohnung und vieles, vieles mehr. So beginnt der Lern-Weg immer wieder. Schenke Dir dafür Zeit. Voraussetzung ist, lernen zu wollen, die Bereitschaft dazu, in das Hier und Jetzt einzusteigen.

 

,,Wer nicht in der Zeit,
sondern in der Gegenwart lebt,
ist glücklich.“

Ludwig Wittgenstein

 

 

Der nächste Schritt ist die Wertschätzung. Zu Dir und zu anderen.

Viel Freude beim üben. Gib diese Übung gerne an Freunde weiter.

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